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Aschermittwoch

- für Christen beginnt die Passions- und Fastenzeit
Einen Tag nach Faschingsdienstag beginnt am Aschermittwoch die Passions- und Fastenzeit der Christen. Sie erinnert bis Ostern 46 Tage lang an das Leiden und den Tod von Jesus.

Konfetti, Luftschlangen und Luftballons liegen noch auf dem Boden. Zumindest in "normalen" Jahren - ohne Corona und Lockdown zum Schutz der Menschen gegen das Virus. Doch auch dann sind die "Tollen Tage" jetzt vorbei. Manche Christen beginnen zu fasten. Bis Ostern verzichten sie 40 Tage lang auf Speisen, Getränke oder andere Dinge. Darüber entscheidet jeder selbst. Zum Fasten gehört es auch, über den Glauben und über das eigene Leben nachzudenken, Dinge zu bereuen, die falsch waren, und gleich damit zu beginnen, manches besser zu machen.

Viele katholische Christen gehen am Aschermittwoch in die Kirche. Dort steht schon eine Schale mit der Asche von Palmzweigen aus dem Vorjahr bereit. Damit zeichnet der Priester den Gläubigen ein Kreuz auf die Stirn.

Die Asche gab diesem besonderen Mittwoch einst auch seinen Namen. In der Bibel ist sie ein Zeichen dafür, dass es im Leben nicht immer nur fröhlich zugeht, und auch ein Zeichen für Buße. Daher kommen auch die Redensarten „In Sack und Asche gehen“ oder „Asche auf mein Haupt streuen“. Damit ist gemeint, dass jemand sich verkehrt verhalten hat und seinen Fehler bereut.

Aus Asche kann aber auch neues Leben entstehen. Probier es mal aus: Vermische etwas Erde und Asche, fülle beides in einen Blumentopf und bestreue das Gemisch mit Kresse- oder Grassamen. Nach wenigen Tagen wirst du erleben, wie etwas Neues auf der Asche wächst. Auch Jesus hat von Gott neues Leben erhalten: Er ist Ostern auferstanden.
 

Fasten in den Religionen


- Zeit zum Nachdenken
Wer verzichtet denn freiwillig einen Monat lang auf Süßigkeiten und sogar auf gesundes Essen und Trinken?
Mehr Menschen als du denkst. Aber längst nicht alle möchten nur schlanker werden. Viele Menschen essen und trinken eine Zeit lang wenig oder nichts, um manche Dinge bewusster zu erleben oder um Gott nahe zu sein. Dieses Hungern heißt Fasten. Es macht uns bewusst, wie gut es uns meistens geht und worauf viele andere Menschen ihr Leben lang verzichten müssen. Viele Fastende bemühen sich, in dieser Zeit anderen Menschen etwas Gutes zu tun.

Auch in vielen Religionen wird gefastet. Besonders bekannt ist der Fastenmonat Ramadan der Muslime. Aber auch alle anderen Glaubensgemeinschaften haben ihre eigenen Fastenzeiten und -regeln.
Passionszeit
- viele Christen fasten 40 Tage lang und erinnern sich damit an das Leid Jesu
Einen Tag nach Faschingsdienstag beginnt am Aschermittwoch die Passionszeit. Bis Ostern erinnert sie 46 Tage lang an das Leiden und den Tod von Jesus.

Immer mehr Christen greifen heute eine alte Tradition wieder auf. Sie fasten in der Passionszeit - allerdings nur an 40 von 46 Tagen, denn an den Sonntagen gibt es Fasten-frei.
Früher wurden vor allem Fleisch, Süßigkeiten, Knabberkram und Alkohol sechs Wochen lang verbannt. Der Sinn des Fastens ist es aber vor allem, sich mehr als sonst auf seinen Glauben zu besinnen, anderen Menschen zu helfen, und sich selbst einmal wieder zu überlegen, welche Dinge im Leben wirklich wichtig sind. Daher geht es vielen Christen heute beim Fasten nicht mehr nur ums Essen und Trinken. Viele von ihnen verzichten auch auf Zeitfresser wie Fernsehen oder aufs Daddeln auf dem Smartphone. Dafür nehmen sie sich zum Beispiel vor, einen einsamen Nachbarn zu besuchen, bei einer Umweltschutzaktion mitzumachen oder anderswo zu helfen oder etwas Gutes zu tun.


Passionszeit


- viele Christen fasten 40 Tage lang und erinnern sich damit an das Leid Jesu
Einen Tag nach Faschingsdienstag beginnt am Aschermittwoch die Passionszeit. Bis Ostern erinnert sie 46 Tage lang an das Leiden und den Tod von Jesus.

Immer mehr Christen greifen heute eine alte Tradition wieder auf. Sie fasten in der Passionszeit - allerdings nur an 40 von 46 Tagen, denn an den Sonntagen gibt es Fasten-frei.
Früher wurden vor allem Fleisch, Süßigkeiten, Knabberkram und Alkohol sechs Wochen lang verbannt. Der Sinn des Fastens ist es aber vor allem, sich mehr als sonst auf seinen Glauben zu besinnen, anderen Menschen zu helfen, und sich selbst einmal wieder zu überlegen, welche Dinge im Leben wirklich wichtig sind. Daher geht es vielen Christen heute beim Fasten nicht mehr nur ums Essen und Trinken. Viele von ihnen verzichten auch auf Zeitfresser wie Fernsehen oder aufs Daddeln auf dem Smartphone. Dafür nehmen sie sich zum Beispiel vor, einen einsamen Nachbarn zu besuchen, bei einer Umweltschutzaktion mitzumachen oder anderswo zu helfen oder etwas Gutes zu tun.


 


Ein Kind sitzt an einem leeren Tisch und schaut nach oben.

Wie der Verzicht die Menschen näher zu Gott bringt

Die Fastenzeit für Kinder erklärt

Nach Karneval ist Schluss mit lustig: Viele Katholiken essen dann bis Ostern weniger und verzichten etwa auf das Auto, Alkohol oder Zigaretten. Katholisch.de erklärt in kindgerechter Sprache, warum gläubige Menschen fasten und wie sie das näher zu Gott bringt.

 

An Aschermittwoch beginnt die Fastenzeit. Sie geht bis zum Gründonnerstag an Ostern. Ostern ist das wichtigste Fest für uns Christen, deshalb möchten wir uns darauf ganz besonders gut vorbereiten.

In der Fastenzeit wollen wir uns ganz auf Gott und den Glauben konzentrieren. Das geht am besten, wenn wir uns durch möglichst wenig ablenken lassen. Der richtige Name der Fastenzeit ist die "österliche Bußzeit". Das Wort "Buße" hat etwas mit "besser" zu tun: Denn in der Fastenzeit wollen wir besonders gut für Gott sein. Fasten hat deshalb auch etwas damit zu tun, Sachen erstmal nicht mehr zu machen, die nicht unbedingt gut für einen sind: Schokolade essen, Auto fahren, lange fernsehen, rauchen oder Alkohol trinken.

Wer richtig fastet, isst außerdem nur einmal am Tag richtig und bis auf zwei kleine Mahlzeiten den restlichen Tag über nichts mehr. Zudem isst man freitags kein Fleisch, weil uns der Freitag an den Tod Jesu erinnert. An den Sonntagen und an besonderen Festen wird allerdings nicht gefastet. Denn für uns ist jeder Sonntag wie ein kleiner Ostertag, an dem wir daran denken, wie Jesus gestorben und dann auferstanden ist – also aus dem Tod in das neue Leben wiedergekommen ist.

Das Wort "fasten" kommt von einem althochdeutschen Wort, das bedeutet, dass man auf etwas verzichtet. Fasten heißt aber nicht nur, dass man auf etwas verzichtet – sondern auch, dass man für etwas anderes verzichtet. Wenn wir uns nicht mehr von so vielen Dingen ablenken lassen – wie vom Handy, der Spielkonsole oder dem Fernseher - können wir uns viel besser auf Gott, aber auch auf andere Menschen konzentrieren.

In den Gottesdiensten, die wir feiern, denken wir in dieser Zeit daran, wie Jesus für uns gelitten hat und gestorben ist. Außerdem beten wir in dieser Zeit sehr viel und viele tun etwas für andere Menschen. Denn besonders in dieser Zeit möchten wir an die Menschen denken, die es nicht so gut haben.

Karneval Berliner

An Karneval schmecken sie noch köstlich: Partykrapfen. In der Fastenzeit wird in vielen Haushalten auf Süßigkeiten und Gebäck verzichtet.

 

Christen sind nicht die einzigen, die fasten. In allen Religionen gibt es Fastenzeiten – sie beginnen aber an unterschiedlichen Tagen und dauern nicht immer gleich lange. Im Islam zum Beispiel wird im Fastenmonat "Ramadan" tagsüber nichts getrunken und gegessen.

Die Fastenzeit hat kein festes Datum, weil auch Ostern jedes Jahr an einem anderen Datum ist. Der Ostersonntag ist immer der erste Sonntag nach dem Frühlingsvollmond und fällt auf einen Tag zwischen dem 21. März und dem 25. April. Von dort aus rechnet man sechs Wochen nach vorne im Kalender bis zum Aschermittwoch, der der Beginn der Fastenzeit ist. An Karfreitag und Karsamstag fasten wir auch noch, weil wir dann an den Tod Jesu denken – sie zählen aber nicht mehr zur Fastenzeit.

Man nennt die Fastenzeit auch die "Heiligen 40 Tage", denn früher hat man immer 40 Tage lang gefastet. Heute sind es eigentlich keine 40 Tage mehr, sondern nur noch 38: Denn wenn man die Tage zwischen Aschermittwoch und Gründonnerstag zählt und die Sonntage weg lässt, kommt man nur auf 38 Tage.

Trotzdem sprechen wir noch von den "40 Heiligen Tagen", weil die Zahl 40 eine besondere für uns ist: Denn genau so lange hat Jesus damals in der Wüste gefastet. Die Bibel erzählt von der sogenannten "Versuchung Jesu" in der Wüste. Nachdem Jesus 40 Tage lang gehungert hatte, wollte der Teufel ihn dazu überreden, Steine zu Brot zu machen, sich von einem Tempelberg hinunter zu stürzen oder allen Reichtum der Welt anzunehmen.

Der Teufel wollte nicht, dass Jesus und andere Menschen an Gott, seinen Vater, glaubten und wollte Jesus deshalb zu etwas anstiften, das ihn von Gott wegbringen würde. Jesus aber widerstand allen drei Versuchungen, denn für ihn war nichts wichtiger als Gott. Deshalb sollen wir – genau wie Jesus - 40 Tage lang fasten.