29.06.20

 

Das Hochfest Peter und Paul

Das Fest geht nicht auf den Todestag der Namensgeber, sondern auf die Überlieferung zurück, dass zur Zeit der  Verfolgungen unter dem Römischen Kaiser Valentinian an diesem Tag in Rom die Reliquien der beiden Apostel in die Sebastian-Katakombe an der Via Appia übertragen wurden. Die älteste Feier dieses Gedenkens ist aus dem Jahr 354 belegt.

Das Apostelfest des 29. Juni wurde Anfang des 6. Jahrhunderts von Konstantinopel übernommen. In Jerusalem und Palästina feierte man das Apostelpaar anfangs (Ende 4./Anfang 5. Jh.) am 28. Dezember jeden Jahres; der 29. Juni kam später als Nebenfest hinzu.

Am Fest Peter und Paul findet in vielen Diözesen der römisch-katholischen Kirche die Spendung der Priesterweihe statt.

Zahlreiche Peter-und-Paul-Kirchen stehen unter dem Patrozinium Petrus und Paulus. Zu den bekannteren zählen der Naumburger Dom, der Klagenfurter Dom und der Posener Dom. Bei uns in der Nähe feiert die Pfarrei Aicha vorm Wald an diesem Festtag ihr Kirchenpatrozinium.

Aufgrund ihrer herausragenden Bedeutung für die Kirche werden beide Heiligen zuweilen auch mit der ehrenvollen Bezeichnung „Apostelfürst“ (lateinisch princeps apostulorum, von princeps ‚der Erste, Führer, Fürst‘) bezeichnet.

Vilnius die Stadt der Kirchen.
Die Kirche St. Peter und Paul liegt außerhalb der historischen Altstadt von Vilnius im Vorort Antakalnis. Das heutige Äußere der Kirche stammt aus dem 17. Jh.. Ein geplanter Umbau der Kirche in ein orthodoxes Gotteshaus scheiterte an den hohen Kosten, die Kirche blieb katholisch. Sie war eine der wenigen Kirchen in der Stadt, die auch in der sowjetischen Zeit (1944–1989) für Gottesdienste geöffnet war. Rund 2000 weiße Stuckfiguren, von denen viele biblische oder kriegerische Szenen darstellen, schmücken den Innenraum.



 

Petrus

Peter und Paul

Der 29. Juni ist für uns katholische Christen ein ganz besonderer Tag, der Namenstag von Peter und Paul.
Petrus und Paulus sind bis heute die beiden wichtigsten Säulen der katholischen Kirche. Jeder von uns kennt die Worte Jesu:

„Du bist Petrus und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen“.

Petrus‘ Verhältnis zu Jesus war nicht frei von Widerspruch.


Er war einer der ersten Menschen, die sich zu Jesus bekannten und ihm nachfolgten, aber er verleugnete ihn auch.

Nach Jesu Auferstehung war er wiederum einer der ersten Jünger, denen Jesus erschien.

Paulus, mit hebräischem Namen Saulus, um das Jahr 10 nach Christi geboren, wandelte sich vom Christenverfolger zum Apostel der Völker.

Auf dem Weg nach Damaskus erschien Saulus der Herr und er fragte ihn: „Saul, Saul, warum verfolgst Du mich?“

Durch dieses Erlebnis wurde er bekehrt und vom Blinden zum Sehenden.

Gott hatte viel Geduld mit beiden.

Gott hat auch mit uns Geduld und einen langen Atem. Er hat mehr Verständnis für uns als wir es uns untereinander zugestehen.

Ich glaube, dass auch wir einen langen Atem haben, um die frohe Botschaft zu verkünden.

Ich hoffe darauf, dass wir nachsichtiger miteinander umgehen.

Ich wünsche mir, dass wir die pastoralen und ehrenamtlichen Mitarbeiter unserer Gemeinden unterstützen.

Jeder ist herzlich eingeladen und willkommen mit uns gemeinsam das Wort Gottes zu entfalten.

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kardinal Christoph Schönborn und der Papstbotschafter in Österreich, Nuntius Erzbischof Pedro Lopez Quintana, feiern am Montagabend im Wiener Stephansdom den diesjährigen Festgottesdienst zum Hochfest Peter und Paul. Die Messe steht traditionell auch im besonderen Zeichen des Dankes für das Wirken des Papstes. Musikalisch wird der Gottesdienst um 18 Uhr mit der "Messe pour deux voix egales" der französischen Komponistin und Pianistin Cecile Chaminade (1857-1944) gestaltet.

In den vergangenen Jahren hatte der Gesandte des Papstes in Österreich rund um das Apostelfest Peter und Paul (29. Juni) Vertreter aus Kirche, Religionen, Politik und Diplomatie zu einem Empfang in die Nuntiatur in Wien geladen. Zeitversetzt erinnerte man damit auch an den jeweiligen Jahrestag der Wahl von Papst Franziskus, die am 13. März 2013 stattfand. In der Coronazeit wird heuer nur die übliche abendliche Messe im Stephansdom als Höhepunkt des Tages und unter Einhaltung der geltenden Schutzbestimmungen gefeiert.

Am Fest Peter und Paul gedenkt die katholische Kirche der beiden Apostel. Sie starben der Überlieferung nach um das Jahr 64 als Märtyrer in Rom und sind auch Schutzheilige der Stadt, weshalb der Tag in Rom und im Vatikan Feiertag ist. Als Bischof von Rom ist der Papst direkter Nachfolger des Apostels Petrus.

Das Apostelfest ist traditionell auch ein Tag der Priesterweihen. In diesem Jahr wurden viele Priesterweihen bedingt durch die Corona-Pandemie aber auf den Herbst verschoben. Wegen der Corona-Krise verlegte der Vatikan zudem die Sammlung des sogenannten Peterspfennigs auf den Herbst. Statt wie sonst zum 29. Juni soll die weltweite Gottesdienst-Kollekte nunmehr am Gedenktag des heiligen Franz von Assisi am 4. Oktober stattfinden,