Binder Rosenkavalier

Laetare wird auch Rosensonntag genannt


Der Name "Laetare" in der Fastenzeit bezieht sich auf das erste Wort im Eingangsgesang ("Introitus") der Liturgie des Tages. Im römisch-katholischen, aber auch im evangelisch-lutherischen Gottesdienst ist am vierten Passionssonntag das "Freue dich, Jerusalem" aus dem Jesajabuch des Alten Testaments dran.

Zuweilen wird der Tag auch "Rosensonntag" genannt, weil an dem Tag die Päpste vom 11. bis zum 19. Jahrhundert alljährlich die "Goldene Rose" segneten. Sie wurde an Menschen oder Institutionen, die sich um die katholische Kirche verdient gemacht haben, verliehen. Auch heute noch wird diese "Tugendrose" in unregelmäßigen Abständen vergeben. Der goldene Rosenstrauß hat sechs Knospen, die mit Balsam, Moschus und Weihwasser gefüllt sind. Er gilt als Christus-Symbol: das Gold steht für die Auferstehung, die Dornen für die Passion.

Die Auszeichnung bekamen früher Herrschende, darunter der französische König Heinrich IV. und Isabella II. von Spanien. Zuletzt erhielt sie Großherzogin Charlotte von Luxemburg im Jahr 1956. Seit Papst Paul VI. geht die Auszeichnung an Kirchen, Klöster, Wallfahrtsorte oder Marienheiligtümer. Johannes Paul II. (1978-2005) verlieh in seiner Amtszeit neun Goldene Rosen, Benedikt XVI. brachte es sogar auf achtzehn Stück. Franziskus ehrte 2013 die Basilika Unserer Lieben Frau von Guadelupe in Mexiko.

Freude bei einer (Ur-)Oma und der Enkelin.
Wer bei dem Stichwort "Rosensonntag" automatisch an Karneval und den Rosenmontag denkt, liegt nicht ganz falsch: 1822 wurde in Köln das "Festordnende Komitee" ins Leben gerufen. Es veranstaltete seine Hauptversammlung mitten in der Fastenzeit am Montag nach dem Rosensonntag. So kam das Komitee zu dem Beinamen "Rosenmontagsgesellschaft" und aus dem Kölner Festzug ab 1823 wurde der "Rosenmontagszug". Auch in Belgien war am Mittfastensonntag noch einmal Karneval angesagt mit Umzügen am Vormittag und Bällen am Abend.

Zuletzt hatte der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki den Sonntag "Laetare" zusammen mit dem Karneval ins Gespräch gebracht. Als in Düsseldorf wegen eines Sturmtiefs der Rosenmontagumzug ausfallen musste, nannte der Kardinal den vierten Fastensonntag zum Nachholen. Zwar feierten die Jecken doch eine Woche später, aber auch da wurde traditionell nicht gefastet, "da jeder Sonntag eine Erinnerung an die Auferstehung Christi ist", so Woelki. Aber auch in der Zeit als die Sonntage noch Fastentage waren, war "Laetare" vom Fasten ausgenommen.

Rosenkavalier

Di., 16.03.2021, 6 Bilder

Die Goldene Rose (auch Papstrose, Tugendrose; lateinisch Rosa aurea) ist eine päpstliche Auszeichnung. Die Rose ist ein aus vergoldetem Silber geschmiedeter Rosenstrauß aus sechs Rosenzweigen mit sechs Blüten, die mit wohlriechenden Essenzen gefüllt sind.

Das Symbol der goldenen Rose steht für Jesus Christus. Das Gold deutet auf seine Auferstehung hin, die Dornen auf die Passion. Traditionell wird die Goldene Rose am 4. Fastensonntag (Laetare), der deshalb auch Rosensonntag genannt wird, einer Persönlichkeit, einem Staat, einer Stadt oder einer Organisation verliehen, die sich um die katholische Kirche besonders verdient gemacht hatte. Jährlich wurde durch einen Goldschmied eine neue Rose im Auftrag des Papstes angefertigt. Fotos Brumm, PNP


 

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