
Hochkalter 2607m


@Merci: Jürgen
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27. SONNTAG IM JAHRESKREIS
18. SONNTAG NACH TRINITATIS
Der Stein, den die Bauleute verworfen haben,
der ist zum Eckstein geworden.
Namenstage heute
Aurea (Aurora), Edwin, Franz (Francesco, Frank, Franko, Francis, Francois, Ferenc, Ferry, Paco)
Gebet des Tages
Allmächtiger Gott,
du gibst uns in deiner Güte mehr,
als wir verdienen,
und Größeres, als wir erbitten.
Kalenderblatt
Erntedank
Erntedank will Menschen Jahr für Jahr daran erinnern, dass alles, wovon wir leben, keine
Lesung Evangelium
Ich will singen von meinem Freund,
das Lied meines Liebsten von seinem Weinberg.
Mein Freund hatte einen Weinberg
Von Gott geschenkt
Ein Impuls
zum
Sonntag am 4. Oktober 2026
von Pastoralreferentin
Magdalena Dobler
Liebe Angehörige unserer Pfarreiengemeinschaft,
sehr geehrte Besucher dieser Homepage,
liebe Mitchristen
manchmal liegt das Staunen direkt vor unseren Augen – und wir sehen es trotzdem nicht mehr. Ein Apfel zum Beispiel. Wir nehmen ihn in die Hand, waschen ihn und essen ihn. Vielleicht denken wir noch darüber nach, ob er süß oder sauer ist. Aber wie erstaunlich ist eigentlich das, was hinter diesem einen Apfel steckt?
In jedem Apfel sind Kerne. Aus einem dieser kleinen Kerne kann einmal ein Baum wachsen. Ein Baum, der Jahr für Jahr größer wird, Blätter bekommt, blüht und schließlich wieder Äpfel trägt. Aus etwas Winzigem kann etwas Großes entstehen. Wir können diesen Vorgang beobachten, aber letztlich bleibt etwas Staunenswertes darin, das sich nicht einfach in Zahlen und Erklärungen erschöpft.
Gerade Kindern fällt dieses Staunen oft noch leichter. Sie können lange eine Schnecke beobachten, eine Blume untersuchen oder fasziniert feststellen, dass aus einem kleinen Samenkorn eine Pflanze wächst. Erwachsene kennen vieles davon längst. Und vielleicht liegt genau darin die Gefahr: Was uns vertraut ist, erscheint uns irgendwann selbstverständlich.
Erntedank lädt dazu ein, diesen Blick wiederzugewinnen.
Wir danken für das Brot auf unserem Tisch, für Obst und Gemüse, für Wasser und Sonne, für die Erde, auf der etwas wachsen kann. Aber wir danken auch für all die Menschen, die daran beteiligt sind, dass Lebensmittel bei uns ankommen. Hinter einem vollen Tisch stehen unzählige Arbeitsschritte, Menschen und schließlich auch eine Schöpfung, die wir nicht selbst gemacht haben.
Vielleicht ist das eine der schönsten Aufgaben des Erntedankfestes: Es erinnert uns daran, dass wir nicht alles selbst in der Hand haben. Wir können säen, pflanzen und pflegen. Wir können planen und arbeiten. Aber wir können nicht befehlen, dass ein Samenkorn keimt, eine Blüte entsteht oder ein Baum Früchte trägt.
Wir sind dankbar für Gottes Schöpfung. Die Welt ist nicht einfach nur das Ergebnis dessen, was wir Menschen leisten. Sie ist uns anvertraut.
Und vielleicht können wir gerade deshalb wieder ein wenig mehr staunen. Über einen Apfel. Über einen Sonnenaufgang. Über eine Blüte am Wegesrand. Über das Lächeln eines Kindes. Über einen Menschen, der für uns da ist.
Erntedank ist mehr als ein schön geschmückter Altar. Es ist eine Einladung, wieder genauer hinzusehen.
Denn vielleicht haben wir nicht zu wenig Wunder um uns herum.
Vielleicht haben wir nur verlernt, sie als Wunder wahrzunehmen.
Und so könnte uns ein kleiner Apfel durch die kommende Woche begleiten: als Erinnerung daran, dass in einem unscheinbaren Kern bereits die Möglichkeit eines ganzen Baumes steckt.
Einen gesegneten Sonntag und eine gelingende
und gesunde Woche wünscht Ihnen allen
Ihr
´Pirmin Ströher´, Pastoralreferent

Pfarreiengemeinschaft Künzing, Wallerdorf, Forsthart
Pfarramt Künzing
St. Severin-Str. 6
94550 Künzing
Email: pfarramt.kuenzing@bistum-passau.de

