
Namenstage heute
Rudolf, Wando, Wanda, Eberhard (Ebert, Evert), Isadora, Katharina Tekakwitha
Kalenderblatt
Katharina Tekakwitha
Unterdrücktes Opfer der Missionare oder selbstbestimmte Rebellin? Diese außergewöhnliche
Lesung Evangelium
Sie freuten sich, dass sie gewürdigt worden waren, für seinen Namen Schmach zu erleiden
In jenen Tagen
Liebe Angehörige unserer Pfarreiengemeinschaft,
sehr geehrte Besucher dieser Homepage,
liebe Mitchristen
manchmal gehen wir unseren Weg und verstehen nicht mehr, was eigentlich passiert ist. Etwas hat uns enttäuscht. Hoffnungen haben sich nicht erfüllt. Und zurück bleibt das Gefühl: Es hätte doch alles ganz anders kommen sollen.
So sind auch die beiden Jünger unterwegs nach Emmaus. Sie lassen Jerusalem hinter sich – den Ort ihrer Hoffnung, aber auch ihrer Enttäuschung. Sie reden miteinander, versuchen zu begreifen, was geschehen ist. Und während sie gehen, wird deutlich: Sie sind nicht nur auf einem Weg nach draußen, sondern auch auf einem Weg durch ihre eigenen Gedanken und Gefühle.
Genau dort kommt Jesus zu ihnen, unerkannt. Er drängt sich nicht auf. Er geht einfach mit. Er hört zu. Fragt nach. Lässt sie erzählen, was sie bewegt.
Das ist ein starkes Bild: Gott ist nicht nur in den klaren, starken Momenten da. Er ist auch unterwegs mit uns, wenn wir zweifeln, wenn wir ratlos sind, wenn wir innerlich auf Abstand gehen. Oft merken wir es nicht sofort. Aber er ist da, Schritt für Schritt. Langsam beginnt sich etwas zu verändern. Nicht auf einen Schlag, nicht spektakulär, sondern leise.
Während sie miteinander sprechen, während sie zuhören, während sie sich Zeit nehmen, wächst in ihnen etwas Neues. Später werden sie sagen: „Brannte uns nicht das Herz …?“
Es ist dieses leise Aufleuchten von Hoffnung, das viele kennen. Ein Gedanke, der plötzlich gut tut. Ein Wort, das trifft. Ein Moment, der zeigt: Vielleicht ist doch noch nicht alles verloren.
Erst beim gemeinsamen Essen gehen ihnen die Augen auf.
Im Teilen des Brotes erkennen sie: Er war die ganze Zeit bei uns.
Auch das gehört zum Leben: Manchmal verstehen wir erst im Rückblick, dass wir nicht allein waren. Dass jemand mitgegangen ist. Dass wir getragen wurden – vielleicht leise, vielleicht unscheinbar, aber doch wirklich. Und plötzlich ändert sich die Richtung.
Aus dem Weg der Enttäuschung wird ein Weg zurück ins Leben. Die beiden machen sich auf – noch am selben Abend. Sie wollen die Hoffnung teilen, die sie neu gefunden haben.
Die Geschichte der Emmausjünger erzählt davon, dass Wege sich verändern können. Dass aus Resignation neue Kraft wächst. Dass Gott uns gerade dort begegnet, wo wir ihn am wenigsten erwarten.
Vielleicht ist das die Einladung für unseren Alltag:
Aufmerksam zu bleiben für die kleinen Zeichen.
Den eigenen Fragen Raum zu geben. Und darauf zu vertrauen, dass wir nicht allein unterwegs sind.
Denn manchmal geht jemand neben uns her, auch wenn wir ihn noch nicht erkennen.
Ich wünsche Ihnen allen einen gesegneten Dritten Ostersonntag
und eine erfolgreiche und gesunde Woche
Ihr
´Pirmin Ströher´, Pastoralreferent

Pfarreiengemeinschaft Künzing, Wallerdorf, Forsthart
Pfarramt Künzing
St. Severin-Str. 6
94550 Künzing
Email: pfarramt.kuenzing@bistum-passau.de



