
Bachlenkenkopf


@Merci: Simon
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25. Sonntag im Jahreskreis
Hat mein Leben einen Sinn? Weiß ich, wofür ich lebe, arbeite, leide? Kein Mensch, der über sich selbst nachdenkt, kommt an dieser Frage vorbei. Und keiner kann selber seinem Leben den letzten Sinn geben. Aber er kann ihn entdecken, noch in der elften Stunde. Und dann weiß er, dass er nicht umsonst gelebt hat; dass in seinem Warten und Suchen immer schon Gott anwesend war und auf ihn gewartet hat, wie man auf einen Freund wartet.
Namenstage heute
Andreas, Paul, Candida (Kandida), Eustachius (Stachus), Hertha (Herta, Hereswitha), Susanna, Traugott (Theopist)
Gebet des Tages
Heiliger Gott,
du hast uns das Gebot der Liebe
zu dir und zu unserem Nächsten aufgetragen
Kalenderblatt
25. Sonntag im Jahreskreis
Hat mein Leben einen Sinn? Weiß ich, wofür ich lebe, arbeite, leide? Kein Mensch, der über sich selbst
Lesung Evangelium
Sucht den HERRN, er lässt sich finden,
ruft ihn an, er ist nah!
Der Frevler soll seinen Weg
Gott setzt andere Maßstäbe
Ein Impuls
zum
Sonntag am 20. September 2026
von Pastoralreferentin
Teresa Aigner
Liebe Angehörige unserer Pfarreiengemeinschaft,
sehr geehrte Besucher dieser Homepage,
liebe Mitchristen
Im Sonntagsevangelium erzählt Jesus diesesmal von einem Weinbergbesitzer, der zu unterschiedlichen Zeiten Arbeiter einstellt. Manche beginnen früh am Morgen, andere erst später. Am Ende erhalten alle denselben Lohn.
Das sorgt für Unverständnis. Wer den ganzen Tag gearbeitet hat, empfindet es als ungerecht, genauso viel zu bekommen wie jemand, der erst kurz vor Feierabend gekommen ist. Und vielleicht können wir diesen Ärger sogar nachvollziehen. Wir vergleichen: Wer hat mehr geleistet? Wer hat sich mehr angestrengt? Wer war länger dabei? Wer hat es sich vielleicht leichter gemacht?
Unser Alltag ist voller solcher Vergleiche. Wir schauen auf das Haus des Nachbarn, das Auto vor der Tür, den Urlaub, den jemand gerade macht. Wir vergleichen unsere Leistungen mit denen anderer, unsere Familien, unseren Beruf, manchmal sogar unseren Glauben. Und nicht selten bleibt dabei das Gefühl zurück: Warum hat der andere mehr Glück als ich?
Jesus stellt diese Logik auf den Kopf. Der Weinbergbesitzer nimmt den Arbeitern nichts weg. Er hält ihnen ihren Lohn nicht vor. Vielmehr bekommen alle, was ihnen zugesagt wurde. Seine Großzügigkeit macht den Lohn der anderen nicht kleiner.
Vielleicht liegt genau darin eine Herausforderung für uns: Das Gute im Leben des anderen muss nicht auf Kosten meines eigenen Guten gehen.
Gottes Blick auf den Menschen folgt nicht unseren Maßstäben von Leistung und Vergleich. Bei ihm muss sich niemand seinen Wert verdienen. Der Mensch ist mehr als das, was er leistet, was er besitzt oder wie früh er im Leben „angefangen“ hat.
Das gilt auch für unseren Glauben. Manche sind seit ihrer Kindheit in der Kirche, andere finden erst als Erwachsene ihren Weg. Manche engagieren sich seit Jahrzehnten, andere entdecken gerade erst, dass ihnen Glaube etwas bedeutet. Für Gott zählt nicht, wer die längste Zeit auf dem Feld gearbeitet hat. Seine Einladung gilt immer wieder neu.
Vielleicht können wir in dieser Woche versuchen, etwas weniger zu vergleichen. Uns über das Gute freuen, das einem anderen Menschen widerfährt, ohne sofort zu fragen, ob wir selbst dabei zu kurz kommen. Und vielleicht auch den eigenen Weg dankbarer anzunehmen.
Denn am Ende geht es im Weinberg nicht darum, wer am meisten geleistet hat. Es geht darum, dass Gott niemanden vergessen hat.
Vielleicht ist das die gute Nachricht dieses Evangeliums: Bei Gott gibt es keinen falschen Zeitpunkt, um anzufangen. Seine Tür steht offen – am frühen Morgen genauso wie am späten Nachmittag.
Einen gesegneten Sonntag und eine gelingende
und gesunde Woche wünscht Ihnen allen
Ihr
´Pirmin Ströher´, Pastoralreferent

Pfarreiengemeinschaft Künzing, Wallerdorf, Forsthart
Pfarramt Künzing
St. Severin-Str. 6
94550 Künzing
Email: pfarramt.kuenzing@bistum-passau.de

