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@Merci: Rudi
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23. SONNTAG IM JAHRESKREIS
14. SONNTAG NACH TRINITATIS
Wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen,
da bin ich mitten unter ihnen.
Namenstage heute
Alexis (Alexius), Bertram (Bertrand), Gundolf, Magnus (Mang)
Gebet des Tages
Gütiger Gott,
du hast uns durch deinen Sohn erlöst
und als deine geliebten Kinder
Kalenderblatt
23. Sonntag im Jahreskreis
Nicht nur durch falsche Lehren wird das Leben einer Gemeinde bedroht. Häufiger ist das falsche
Lesung Evangelium
So spricht der Herr:
Du Menschensohn,
ich habe dich dem Haus Israel als Wächter gegeben;
Liebe Angehörige unserer Pfarreiengemeinschaft,
sehr geehrte Besucher dieser Homepage,
liebe Mitchristen
„Bleibt niemandem etwas schuldig, außer der gegenseitigen Liebe.“ Dieser Satz aus dem Römerbrief ist vielen Menschen vertraut. Oft wird er als Trauspruch ausgewählt. Und tatsächlich scheint er zunächst wie geschaffen für zwei Menschen, die einander versprechen, ihr Leben miteinander zu teilen.
Doch Paulus spricht von etwas, das größer ist als die Liebe zwischen zwei Partnern. Seine Worte richten sich an die ganze Gemeinschaft. Die Liebe soll nicht nur dort ihren Platz haben, wo wir uns besonders nahe sind. Sie soll unser Umgang miteinander prägen.
Bei einer Hochzeit versprechen sich zwei Menschen, füreinander da zu sein, in guten und in schwierigen Zeiten. Sie wissen dabei, dass Liebe mehr ist als ein schönes Gefühl. Sie bedeutet Geduld, Vergebung, Rücksicht und die Bereitschaft, den anderen immer wieder neu anzunehmen.
Was für eine Ehe gilt, kann deshalb auch ein guter Maßstab für unser ganzes Leben sein.
Denn auch wir begegnen täglich Menschen, die uns nicht immer nahestehen. Menschen, die anders denken, anders leben oder uns vielleicht sogar auf die Nerven gehen. Gerade hier bekommt der Satz des Paulus eine besondere Bedeutung. Nächstenliebe zeigt sich nicht nur darin, dass wir diejenigen gut behandeln, die wir ohnehin mögen. Sie zeigt sich dort, wo wir uns entscheiden, den anderen trotzdem mit Respekt und Würde zu begegnen.
„Die Liebe tut dem Nächsten nichts Böses“, schreibt Paulus. Das klingt zunächst selbstverständlich. Und doch steckt darin eine große Herausforderung. Wie schnell sind Worte gesagt, die verletzen. Wie schnell wird über andere geurteilt oder jemand ausgegrenzt. Manchmal braucht es gar keine großen Taten. Ein freundliches Wort, ein offenes Ohr oder die Entscheidung, nicht zurückzuschlagen, können bereits ein Stück gelebte Liebe sein.
Vielleicht ist deshalb der Trauspruch zugleich ein guter Lebensspruch: Wir bleiben einander etwas schuldig – nicht Geld, Leistung oder Perfektion, sondern Liebe.
Eine Ehe kann ein Ort sein, an dem diese Liebe besonders sichtbar wird. Aber sie endet nicht an der eigenen Haustür. Sie gehört in unsere Familien, Freundschaften, Nachbarschaften und Gemeinden und auch dorthin, wo Menschen unterschiedlicher Meinung aufeinandertreffen.
Christlicher Glaube beginnt nicht erst bei großen religiösen Worten. Er zeigt sich ganz konkret darin, wie wir miteinander umgehen.
Vielleicht nehmen wir diesen Gedanken mit in die kommende Woche: Wem könnte ich heute ein Stück von der Liebe schenken, die Paulus meint? Nicht unbedingt durch etwas Großes. Vielleicht einfach durch ein wenig mehr Geduld, Aufmerksamkeit oder Verständnis.
Denn die Liebe, von der Paulus spricht, ist keine Schuld, die wir irgendwann begleichen können. Sie ist vielmehr eine Aufgabe, die uns jeden Tag neu geschenkt wird.
Einen gesegneten Sonntag und eine gelingende
und gesunde Woche wünscht Ihnen allen
Ihr
´Pirmin Ströher´, Pastoralreferent

Pfarreiengemeinschaft Künzing, Wallerdorf, Forsthart
Pfarramt Künzing
St. Severin-Str. 6
94550 Künzing
Email: pfarramt.kuenzing@bistum-passau.de

