
Sextner Stein im Winterkleid


@merci: Tessi
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GRÜNDONNERSTAG
Denn sooft ihr von diesem Brot esst und von dem Kelch trinkt,
verkündigt ihr den Tod des Herrn, bis er kommt.
Namenstage heute
Sandrina (Sandra), Maria (Mirjam), Franz (Frank, Franco) von Paola, Vilmos (Wilhelm), Eustasius
Gebet des Tages
Allmächtiger, ewiger Gott,
am Abend vor seinem Leiden
hat dein geliebter Sohn
der Kirche das Opfer des Neuen
Kalenderblatt
Gründonnerstag
Jesus wusste um seinen baldigen Tod und kam ein letztes Mal mit seinen Freunden zusammen.
Lesung Evangelium
Die Feier des Paschamahles
In jenen Tagen
sprach der HERR zu Mose und Aaron im Land Ägypten:
So wächst Hoffnung!
Ein Impuls zum Palmsonntag
am 29. März 2026
von Pastoralreferentin
Magdalena Dobler
Liebe Angehörige unserer Pfarreiengemeinschaft,
sehr geehrte Besucher dieser Homepage,
liebe Mitchristen
es gibt Abende, die sich anders anfühlen als andere. Nicht laut, nicht festlich, nicht eindeutig. Eher still und irgendwie schwer. Gründonnerstag ist so ein Abend.
Man sitzt zusammen. Vielleicht wird gegessen, vielleicht wird geredet, vielleicht auch gelacht. Nach außen wirkt alles noch normal. Und doch liegt etwas in der Luft. Etwas, das man nicht richtig greifen kann. Eine Unruhe. Eine Ahnung. Es fühlt sich so an, als ob etwas zu Ende geht.
Viele kennen solche Momente. Wenn man mit Menschen zusammen ist, die einem wichtig sind und plötzlich spürt: So wird es nicht bleiben. Vielleicht, weil sich etwas verändert. Vielleicht, weil ein Abschied bevorsteht. Vielleicht auch nur, weil man merkt, dass das Leben nicht festzuhalten ist.
Gründonnerstag erzählt genau von so einem Moment. Da sind Menschen beieinander, die viel miteinander erlebt haben. Die sich kennen, die sich verbunden fühlen. Und trotzdem ist da diese Unsicherheit. Was kommt? Was passiert als Nächstes? Und vor allem: Was passiert mit uns?
Angst gehört dazu. Nicht die große, dramatische Angst, sondern die leise. Die, die sich einschleicht. Die Fragen stellt: Bin ich stark genug? Halte ich das aus? Werde ich allein sein? Es ist die Angst vor dem, was man nicht kontrollieren kann.
Und vielleicht auch die Angst vor dem eigenen Versagen. Davor, nicht das Richtige zu sagen. Nicht da zu sein, wenn es darauf ankommt. Oder sich zurückzuziehen, obwohl man eigentlich bleiben möchte. Gründonnerstag ist kein Tag für perfekte Menschen.
Er zeigt Menschen, die unsicher sind. Die nicht wissen, wie sie mit der Situation umgehen sollen. Die bleiben wollen und es doch nicht ganz schaffen. Das macht diesen Abend so nah.
Denn genau das erleben wir auch. In kleinen und großen Momenten. Wenn Gespräche schwer werden. Wenn Entscheidungen anstehen. Wenn Beziehungen sich verändern. Wenn wir spüren: Ich würde gerne stark sein – aber ich bin es nicht immer.
Und mitten in all dem steht eine einfache, fast leise Frage: Wer bleibt bei mir, wenn es schwer wird? Vielleicht ist das der Kern dieses Abends. Nicht große Worte, nicht fertige Antworten. Sondern dieses tiefe menschliche Bedürfnis: nicht allein zu sein. Jemanden zu haben, der bleibt. Der aushält. Der nicht sofort geht, wenn es unbequem wird. Gründonnerstag lädt dazu ein, genau dahin zu schauen.
Auf das, was uns Angst macht. Auf die Abschiede, die wir kennen. Auf die Unsicherheiten, die wir oft lieber verdrängen. Aber auch auf die kleinen Zeichen von Nähe.
Auf Menschen, die geblieben sind.
Oder auf den Wunsch, selbst jemand zu sein, der bleibt.
Vielleicht reicht das schon für diesen Abend: ehrlich zu sein. Still zu werden. Und die eigene Angst nicht wegzuschieben.
Denn genau dort beginnt etwas, das trägt, auch wenn noch nicht klar ist, wohin der Weg führt.
Einen gesegneten Gründonnerstag
und eine besinnliche Karwoche wünscht
Ihnen
Ihr
´Pirmin Ströher´, Pastoralreferent

Pfarreiengemeinschaft Künzing, Wallerdorf, Forsthart
Pfarramt Künzing
St. Severin-Str. 6
94550 Künzing
Email: pfarramt.kuenzing@bistum-passau.de

