
Geisswand Gipfel in Oberösterreich


@merci: Marina
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KARSAMSTAG
Kommt, wir wollen wieder zum HERRN;
denn er hat uns zerrissen, er wird uns auch heilen,
er hat uns geschlagen, er wird uns auch verbinden.
Namenstage heute
Konrad (Kurt), Platon, Isidor von Sevilla, Heinrich (Heinz)
Gebet des Tages
Allmächtiger, ewiger Gott,
durch das Leiden deines Sohnes
hast du den Tod vernichtet,
der vom ersten Menschen
Kalenderblatt
Karsamstag
Der Karsamstag fristet auch im Bewusstsein vieler Katholiken nur ein Schattendasein. Häufig wird er
Lesung Evangelium
Er wurde durchbohrt wegen unserer Verbrechen (Viertes Lied vom Gottesknecht)
Siehe, mein Knecht wird Erfolg
Einer von uns
Ein Impuls zum Ostersonntag
am 05. April 2026
von Florian Kandler,
Referent für Sakramentenpastoral
Liebe Angehörige unserer Pfarreiengemeinschaft,
sehr geehrte Besucher dieser Homepage,
liebe Mitchristen
Karfreitag…
Tag des aufgerichteten Kreuzes…
Todesbalken…
Fast- und Abstinenztag…
Heute aber abschreckendes Beispiel:
Seezunge, Barsch, Dorsch, Forelle, Saibling, Zanderfilet, Loup du Mare, Petersfisch…
Fasten in der luxuriösesten Weise…
Wohlfeil… abzuholen… Fisch to go…
Am Karfreitag, dem strengsten aller Buß- und Feiertage, scheiden sich die Geister:
„So spricht Er, der Amen heißt, der treue und zuverlässige Zeuge, der Anfang der Schöpfung Gottes: Ich kenne deine Taten. Du bist weder kalt noch heiß. Wärest du doch kalt oder heiß! Daher, weil du lau bist, weder heiß noch kalt, will ich dich aus meinem Mund ausspeien. Du behauptest: Ich bin reich und wohlhabend und nichts fehlt mir. Du weißt aber nicht, dass gerade du elend und erbärmlich bist, arm, blind und nackt. Darum rate ich dir: Kaufe von mir Gold, das im Feuer geläutert ist, damit du reich wirst; und kaufe von mir weiße Kleider, damit du dich bekleidest und die Schande deiner Blöße nicht aufgedeckt wird; und kaufe Salbe, um deine Augen zu salben, damit du sehen kannst! Wen ich liebe, den weise ich zurecht und nehme ihn in Zucht. Mach also Ernst und kehr um!“ (Off 3,14-129)
Die drei heiligen Tage vom Leiden, Sterben und Auferstehen unseres Erlösers haben aber flächendeckend heute keine öffentliche Relevanz mehr.
Theateraufführungen, Kurzweil und Partystimmung erfüllen heute die einst so stillen Tage vom Gründonnerstag bis zu Karsamstag hin, die doch den Höhepunkt unseres ganzen christlichen Lebens bedeuten!
„Schon grau geworden, doch Jakob selber merkt es nicht. Wider mein Volk zeugt seine eigene Hoffart, dennoch bekehrten sie sich nicht zum HERRN, ihrem Gott, fragten auch trotz alledem nicht nach ihm. Ephraim ist wie eine Taube, leicht zu verführen, ohne Verstand. Ägypten rufen sie, nach Assur laufen sie. Wenn sie laufen, will ich mein Netz über sie werfen und sie herunterholen wie Vögel unter dem Himmel. Ich fange sie, sobald man ihren Schwarm hört. Weh ihnen, dass sie von mir gewichen sind! Verderben über sie, weil sie von mir abgefallen sind! Ich wollte sie wohl loskaufen; aber sie reden Lügen wider mich. Auch schreien sie nicht von Herzen zu mir, sondern heulen auf ihren Lagern. Sie ritzen sich wund um Korn und Wein, aber gegen mich sind sie störrisch. Ich lehrte sie und stärkte ihre Arme; aber sie sinnen Böses gegen mich. Sie kehren zurück zu ihren Götzen! Sie sind wie ein schlaffer Bogen.“ (Hos 10, 12-16)
Der Glaube scheint Beliebigkeit geworden zu sein, da passt er halt in unsere Unterhaltungsgesellschaft, die nur noch nach Rekorden, Superlativen, Next Models und Superstars sucht, nicht mehr hinein!
Ausgedient? Antiquiert? Überholt? Ad acta?
Für manche vielleicht…
Für ein paar Getreue doch noch: das Kreuz des Erlösers…
Zwei Balken, einer von unten nach oben, einer von rechts nach links…
Der eine von unten nach oben:
Ich muss mich ausrichten aus der Welt heraus dem Himmel zu! In dieser Welt stehe ich als bekennender Christ und habe ich meine Aufgaben, aber die Richtung geht immer nach oben: da ist ein noch größerer weit über mir…
Der zweite Balken läuft quer:
Links und rechts neben mir sind auch noch Menschen, Schwestern und Brüder…
Wie der Kreuzesbalken soll auch ich die Arme weit öffnen für sie…
Wie der sterbende Jesus: sie immer der noch in die Arme der Liebe Gottes bergende Erlöser aufnehmend!
Wackelt aber in einer Gesellschaft das Kreuz, wird auch bald die ganze Gesellschaft wackeln.
Mehr denn je ist heute das Bekenntnis zum Kreuz mit allen seine Konsequenzen gefragt!
Das Kreuz…
Ärgernis oder Rettungsanker?
Ich habe mich für das Zweite entschieden, ich brauche an den Tagen des Leidens, Sterbens und Auferstehens keine Party, kein Theaterspektakel und keine andere Gaudi, keine Fischspezialitäten die ich sonst das ganze Jahr auch nicht brauche…!
Ich schaue nur auf das Kreuz meines Erlösers:
Heil`ges Kreuz, du Baum der Treue,
edler Baum, dem keiner gleich,
keiner so an Laub und Blüte,
keiner so an Früchten reich:
Süßes Holz, o süße Nägel,
welche süße Last an euch!
Beuge, hoher Baum die Zweige,
werde weich an Stamm und Ast,
denn dein hartes Holz muss tragen
eine königliche Last;
gib den Gliedern deines Schöpfers
an dem Stamme linde Rast.
Du allein warst wert, zu tragen
aller Sünden Lösegeld,
du, die Planke, die uns rettet
aus dem Schiffbruch dieser Welt,
du gesalbt vom Blut des Lammes,
Pfosten, der den Tod abhält.
Lob und Ruhm sei ohne Ende
Gott, dem höchsten Herrn, geweiht.
Preis dem Vater und dem Sohne
und dem Geist der Heiligkeit.
Einen Gott in drei Personen
lobe alle Welt und Zeit.
Amen.
Einen gesegneten Karfreitag
und eine besinnliche Karwoche wünscht
Ihnen
Ihr
´Alfred Binder´, Pfr.

Pfarreiengemeinschaft Künzing, Wallerdorf, Forsthart
Pfarramt Künzing
St. Severin-Str. 6
94550 Künzing
Email: pfarramt.kuenzing@bistum-passau.de

