
Namenstage heute
Notker der Stammler, Michael, Wilhelm, Sixtus
Gebet des Tages
Gott, du Herr allen Lebens,
durch die Taufe schenkst du deiner Kirche
Jahr für Jahr neue Söhne und
Kalenderblatt
Ostermontag
Nach dem Osterereignis wissen wir, wer Christus ist: der ganz Heilige und Treue, der Sohn. Jetzt
Lesung Evangelium
Gott hat Jesus auferweckt, dafür sind wir alle Zeugen
Am Pfingsttag trat Petrus auf,
zusammen mit den Elf;
Einer von uns
Ein Impuls zum Ostersonntag
am 05. April 2026
von Florian Kandler,
Referent für Sakramentenpastoral
Liebe Angehörige unserer Pfarreiengemeinschaft,
sehr geehrte Besucher dieser Homepage,
liebe Mitchristen
wir alle kennen diese Momente, in denen sich das Leben schwer anfühlt. Es sind die Tage, an denen die Sorgen wie ein grauer Schleier über allem liegen. In solchen Momenten fühlt es sich an, als läge ein schwerer Stein vor unseren Herzen. Alles wirkt starr, dunkel und unveränderlich. Genau hier setzt die Botschaft von Ostern an. Gott bleibt nicht auf Abstand. In Jesus kommt er uns nahe, er geht unseren Weg – bis zum Ende. Er kennt Angst, Einsamkeit und Schmerz, er kennt auch Schuld – nicht, weil er selbst schuldig wird, sondern weil er sie trägt. Für uns.
Wenn wir Christen Ostern feiern, dann geht es nicht um ein historisches Ereignis, das vor zweitausend Jahren abgeschlossen wurde. Es geht um eine Zusage, die heute, in diesem Moment, für Sie und mich gilt: Der Tod hat nicht das letzte Wort, das Dunkel ist nicht das Ziel.
Ostern ist der radikale Einspruch Gottes gegen die Hoffnungslosigkeit. Die Geschichte Jesu lehrt uns: Selbst dort, wo alles verloren scheint, am Kreuz und im Grab, ist Gott bereits am Wirken.
Das leere Grab ist ein Symbol für die unendliche Liebe Gottes zu uns Menschen: Es sagt uns: Es gibt keine Mauer, die Gott nicht durchbrechen kann und keinen Stein, den er nicht wegwälzen könnte.
Gott sagt Ja zum Leben und dieses Ja gilt auch uns. Ostern bedeutet: Es gibt einen Weg durch die Dunkelheit hindurch. Nicht daran vorbei – aber hindurch. Jesus geht ihn voran. Er trägt, was wir nicht tragen können, er nimmt auf sich, was uns gefangen hält. Und er öffnet eine Tür, wo wir nur noch eine Wand sehen. Vielleicht merkt man das nicht immer sofort, vielleicht fühlt sich das eigene Leben oft noch anders an. Und doch kann sich etwas verändern. Ein erster Schritt, ein neuer Anfang. Ein leiser Mut, wieder aufzustehen, nicht aus eigener Kraft allein, sondern aus der Hoffnung heraus, dass wir nicht allein sind. Die Auferstehung Jesu ist die Einladung, nicht im Staub der Niederlagen liegen zu bleiben. Ostern gibt uns den Mut, den Kopf wieder zu heben. Es ist das plötzliche Lächeln, das wir trotz aller Sorgen wiederfinden. Es ist die Kraft, einem anderen zu vergeben und neu anzufangen.
Jedes Mal, wenn wir uns weigern, an der Welt und an uns zu verzweifeln, feiern wir ein kleines bisschen Ostern. Jedes Mal, wenn wir für Gerechtigkeit aufstehen oder einem einsamen Menschen die Hand reichen, bricht ein Strahl des Osterlichtes in unseren Alltag.
Ostern verspricht uns keine heile Welt, in der es kein Leid mehr gibt. Aber es verspricht uns eine verwandelte Welt. Das Licht der Osterkerze vertreibt die Dunkelheit nicht mit einem Schlag, aber es macht sie hell. Es gibt uns die Zuversicht, dass wir niemals tiefer fallen können als in die Hand Gottes, der uns hält und wieder aufrichtet.
Wir feiern mit Ostern die größte Liebeserklärung Gottes an uns Menschen: „Du bist gewollt und geliebt.“
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen die Erfahrung, dass auch in Ihrem Leben Steine ins Rollen kommen, dass Sie die Kraft spüren aufzustehen, wo Sie sich niedergeschlagen fühlen und dass Sie die Freude entdecken, die stärker ist als jede Angst.
Christus ist auferstanden! Er ist wahrhaft auferstanden!
Einen gesegneten Ostersonntag und
eine schöne Osterwoche wünscht Ihnen
Ihr
´Pirmin Ströher´, Pastoralreferent

Pfarreiengemeinschaft Künzing, Wallerdorf, Forsthart
Pfarramt Künzing
St. Severin-Str. 6
94550 Künzing
Email: pfarramt.kuenzing@bistum-passau.de



