
Maria, Entzünder der Knoten


Gebet an Maria, Entzünder der Knoten
Heilige Maria, voller Gottes Gegenwart,
während deines Lebens hast du mit aller Demut
die Wille des Vaters angenommen,
und der Böse war nie in seiner Verwirrung in dich verwickelt worden.
Schon an deiner Sohnens Seite,
hast du für unsere Schwierigkeiten eingeschritten,
und mit großer Einfachheit und Geduld
hast du uns das Beispiel gegeben, wie man die Knoten in unserem Leben entfesselt.
Und indem du für immer unsere Mutter bist,
bringst du Ordnung und machst die Bindungen,
die uns zum Herrn binden, klarer
und dehnt die Bindungen, die uns mit dem Herrn verbunden machen.
Heilige Maria, Mutter Gottes und unsere Mutter,
du, die mit einer Mutterherzheit die Knoten entzüngst, die uns unsere Leben belasten,
bitten wir dich, sie in deine Hände zu nehmen (nenn deine Absicht).
Frei uns von den Ketten und der Verwirrung,
mit denen unser Feind uns angreift.
Durch deine Gnade, deine Interessen und dein Beispiel,
befreie uns von allen Übeln, Unser Lied,
und entfessle die Knoten, die uns vom Einander trennen,
damit wir, frei von jeder Verwirrung und Fehler,
sie in allen Dingen finden können,
haltet unsere Herzen auf Ihn fest,
und dienst Ihm immer in unseren Brüdern und Schwestern.
Amen.
. . .
Niemand hat Gott jemals gesehen.
Wenn wir uns untereinander lieben,
so bleibt Gott in uns,
und seine Liebe ist in uns vollkommen.
Namenstage heute
Saturnina und Valeria, Henrietta (Henriette, Hendrina, Hendrika), Mirella (Mira), Elfriede (Elfrieda, Elfreda, Frieda),
Bernhardin (Bernardino, Dino) von Siena
Gebet des Tages
Barmherziger Gott,
du versammelst deine Kirche im Heiligen Geist.
Gib, dass sie dir von ganzem
Kalenderblatt
Bernhardin von Siena
Kurz vor dem Universitätsabschluss bricht der Sohn sein Studium ab, um Aktivist
Lesung Evangelium
Ich vertraue euch Gott an, der die Kraft hat, aufzubauen und das Erbe zu verleihen
In jenen Tagen
Liebe Angehörige unserer Pfarreiengemeinschaft,
sehr geehrte Besucher dieser Homepage,
liebe Mitchristen
an den Texten des heutigen 7. Sonntag der Osterzeit fällt auf, dass sehr oft von „verherrlichen“, bzw. „Herrlichkeit“ gesprochen wird. Das beginnt beim Tagesgebet und zieht sich durch über das eben gehörte Evangelium bis hin zum Schlussgebet.
Das fällt auf!
Aber: was ist schon herrlich?
Sind die Schlösser Neuschwanstein oder Herrenchiemsee herrlich?
Wie muss etwas beschaffen sein, damit es „herrlich“ ist in unseren Augen?
Eine Landschaft kann herrlich sein mit einer wunderbaren, einer einzigartigen Aussicht…
Ein Sonnenaufgang kann herrlich sein in seiner Ruhe und dem allmählichen Erwachen der Natur…
Manchmal gelingt sogar mir an meinem häuslichen Herd auch ein herrliches Gericht…
Was immer es auch sein mag, wenn etwas herrlich ist, dann ist es eben etwas Außergewöhnliches, etwas Besonderes!
Und genau darum geht es!
„Kirche“, das ist ein Wort, welches aus dem Griechischen herstammt.
„Kyriaké“ bedeutet „etwas, was dem Herrn, dem „Kyrios“ gehört“, denken Sie an den Beginn des Gottesdienstes, wo wir im Kyrie Jesus als den Herrn in unserer Mitte begrüßen und ihn um sein Erbarmen anrufen: Kyrie eleison!
Kirche, das ist also kein weltlicher Kultur- und Trachtenverein, Kirche, das ist eine göttliche Sache, eine außergewöhnliche Einrichtung, eine wirklich herrliche Stiftung!
Was macht dies Kirche, unsere Kirche, so herrschaftlich, so außergewöhnlich, so herrlich?
Sie ist göttliche Stiftung, Hinterlassenschaft und Auftrag Christi!
Das ist einmalig, das ist herrlich!
Wenn Jesus nun immer wieder um diese Herrlichkeit bittet, dann geht es nicht primär um ein Wirken Gottes, das ohnehin schon da ist! Dann geht es um Jesus vielmehr darum, dass seine Jünger, – und damit auch wir uns selber – endlich dieser Herrlichkeit bewusst werden und ihr Leben endlich darauf einstellen!
„Und ich habe ihnen die Herrlichkeit gegeben, die du mir gegeben hast, damit sie eins sind, wie wir eins sind, ich in ihnen und du in mir. So sollen sie vollendet sein in der Einheit, damit die Welt erkennt, dass du mich gesandt hast und sie ebenso geliebt hast, wie du mich geliebt hast.“, sagt Jesus im heutigen Tagesevangelium. Und das möchte Jesus durch seine eindringlichen Worte im Tiefsten und Innersten in seinen Jüngern verankern:
Ihr seid gerufen von dieser gewaltigen Herrlichkeit, die Gott euch geschenkt hat, Zeugnis abzulegen durch die Einheit eurer Gesinnung, eures Denkens und eures Handelns!
Ihr sollt dieser Welt die wahre Herrlichkeit verkünden durch euer Reden, durch euer Handeln, dadurch, wie ihr miteinander umgeht, dadurch, wie ihr einander liebt, wenn ihr dieser Welt zeigt, dass ihr eins geworden seid in Christus Jesus, wie es der Heilige Paulus in seinem Brief an die Galather schreibt:
„Da ist weder Jude noch Grieche, da ist weder Sklave noch Freier, da ist nicht mehr Mann und Frau. Denn ihr seid alle eins in Christus Jesus.“ (Gal 3, 28)
„Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr einander liebt! (Joh 13, 35)
Und das Wissen um die Herrlichkeit dieser Liebe, die vom Vater stammt und uns in Jesus geschenkt und geoffenbart worden ist, lässt uns dann auch nicht in falschen Stolz oder gar Hochmut fallen:
Diese Herrschaftlichkeit der Erwählung,
diese außergewöhnliche Stellung der Jüngerschaft,
diese Einzigartigkeit der Berufung zum geliebten Kind Gottes:
das alles ist nun jeden Tag neu Auftrag und Sendung, durch unsere Liebe die Botenschaft als „Gesandte an Christi statt“ (vgl. 2 Kor 5, 20) zu bezeugen!
„Freut euch, wir sind Gottes Volk: erwählt durch seine Gnade!
Einen gesegneten Sonntag und eine gesunde
und erfolgreiche Woche wünscht Ihnen
Ihr
´Alfred Binder´, Pfr.

Pfarreiengemeinschaft Künzing, Wallerdorf, Forsthart
Pfarramt Künzing
St. Severin-Str. 6
94550 Künzing
Email: pfarramt.kuenzing@bistum-passau.de

